„Es gibt kein Alter, in dem alles so intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.“

(Astrid Lindgren, 14.11.1907 – 28.01.2002)
  1. Zu Beginn…

Für Eltern nicht weniger aufregend als für die Kinder: Das Kind wird eingeschult und nach Unterrichtsschluss in Rudis Rabennest betreut.

Damit auch für Sie als Eltern der Einstieg gut gelingt, bitten wir um eine persönliche Kontaktaufnahme. Das gegenseitige Kennenlernen ist für die Erziehungspartnerschaft, die wir miteinander eingehen, ein wichtiger Punkt.

Für Erstklässler gibt es einen Kennenlern-Nachmittag vor den Sommerferien. Dort haben alle die Möglichkeit, sich in fröhlicher Atmosphäre kennen zu lernen, Kinder, Eltern und das Team von Rudis Rabennest.

Auf einem Vordruck, den sie von uns bekommen werden, erfragen wir für uns relevante Informationen über Ihr Kind (z.B. Allergien), aber auch Telefonnummern für einen Notfall. Wir bitten Sie, einen Wechsel der Handynummer u.ä. unverzüglich bekannt zu geben!

Das Mittagessen wird in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr in Gruppen zu sich genommen. Je nach Stundenplan bilden sich Gruppen von Kindern, die gemeinsam ihre Mahlzeit einnehmen können.

Das Essen wurde vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Schüsseln serviert. Dies ermöglichte den Kindern, die Menge des Essens selbständig zu bestimmen. Zudem konnten Kinder so das gemeinschaftliche Essen als sozial-kulturelle Komponente erfahren, ihre Tischmanieren wie z. B. den Umgang mit passendem Besteck ebenso wie die körpereigene Wahrnehmung schulen und lernen, höflich und respektvoll miteinander umzugehen. Wir hoffen, dass wir bald wieder zu diesem Gemeinschaftserlebnis zurückkehren können.

  • Arbeitszeit Wochenplan

Für die Hausaufgaben gehen die Kinder in festen Gruppen in dafür zur Verfügung stehende Klassenräume. Die Klassenstufen 1 und 2 können in 30 Minuten, die Klassenstufen 3 und 4 in 45 Minuten an den Aufgaben ihres Wochenplanes arbeiten. Ggf. bekommt das Kind Hilfestellung, um die Aufgaben selbständig lösen zu können.

Die Aufgaben werden auf Richtigkeit kontrolliert und mit einem farbigen Stempel markiert. Die Farbe Grün zeigt an, dass das Kind die Aufgabe verstanden und großteils richtig bearbeitet hat. Ein orangener Stempel ist ein Hinweis, dass das Kind diese Aufgabe fehlerhaft oder nicht verstanden hat. Ein gezeichneter trauriger Smilie ist das Zeichen, dass sich das Kind selbst von der Erledigung der Aufgaben abgehalten hat. So findet eine Rückkopplung der Leistung des Kindes an die Eltern und die Lehrkraft statt. Daher ist es nicht sinnvoll, das Kind nach Betreuungsende zuhause weiter an diesen Aufgaben arbeiten zu lassen. Ausgenommen davon sind Übungen im Lesen und Dinge, die auswendig gelernt werden sollen wie z.B. Gedichte und das Einmaleins; diese Aufgaben erledigt Ihr Kind bitte zuhause.

  • Freispiel

„Das Beste zum Spielen für ein Kind ist ein anderes Kind.“

(Friedrich Fröbel, deutscher Pädagoge, 1782 – 1852)

Die Zeit zwischen Mahlzeiten, Wochenplanarbeit und AGs können die Kinder mit freiem Spiel füllen. Hierbei steht die Förderung der Sozialkompetenzen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Gemeinsam spielen, lachen, weinen, sich trösten, sich streiten und vertragen – all das lernen Kinder beim und im Spiel miteinander.

  • AGs

Die Kinder wählen pro Halbjahr die AGs, an denen sie teilnehmen wollen. Wir versuchen, mindestens einen Wunsch zu berücksichtigen.

Laut den Bildungsgrundsätzen in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich (Stand: 2016), herausgegeben vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, sollen neben den Basiskompetenzen (Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und Methoden- und Sachkompetenz)  Bildungs- und Erfahrungsangebote in unterschiedlichen Bereichen bereitgestellt werden.

Die Angebotspalette der AGs bildet verschiedene Bildungsbereiche ab. Sportliche Betätigung, musische Erfahrungen, Erfahrungen sowohl im sprachlichen als auch im sozial-kulturellen oder gesundheitlichen Bereich, Angebote mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen oder im zunehmend wichtiger werdenden Bereich der Medienerziehung, der Ethik oder Ökologie sind unverzichtbarer Bestandteil pädagogischer Arbeit.

Die Teilnahme an einer AG ist nach einer Probephase von 2 Wochen für das Halbjahr verbindlich.

  • Sonderveranstaltungen

Gelegentlich wird es Feiern, Veranstaltungen und Kurzausflüge geben. Wir behalten uns vor, mit Ihren Kindern auch spontan das Gelände zu verlassen, um z.B. einen Spielplatz aufzusuchen oder auf die Nordbahntrasse zu gehen.

  • Kinderkonferenzen

„Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.“

(Konfuzius, 551 – 479 v. Chr.)

Unter dem Begriff der Partizipation versteht man in der Pädagogik die Einbeziehung von Kindern bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen.

Die Mitbestimmungsmöglichkeit von Kindern ist ein gesetzlich verankertes Grundrecht und wir fühlen uns diesem verpflichtet. Daher wurden zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 partizipatorische Elemente eingeführt. Ziel ist es, in den Kindern demokratisches Verständnis anzulegen und auszubauen und ihnen dadurch die Möglichkeit zu geben, Selbstwirksamkeit zu erfahren. Partizipation verstehen wir als Prozess, der regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft und durch Teamfortbildungen als dynamisches Element in der pädagogischen Arbeit verstanden werden soll.

Unsere Kinderkonferenzen als Element der Partizipation finden jeden Mittwoch ab 15 Uhr statt. Wir bitten, Ihr Kind deshalb an diesem Tag möglichst nicht vor 16 Uhr abzuholen.